Kosmische Prinzipien

Die 360 · Praxis

Anwendung

Christina Baumann Christina Über sie →
Die Kosmischen Prinzipien sind keine Methode. Sie anzuwenden, braucht keine Methode. Nur eine Öffnung ihnen gegenüber.

Das Folgende ist keine Vorschrift. Es ist eine Beschreibung dessen, was geschieht, wenn du dich einem Prinzip zuwendest.

Drei Bewegungen tragen die Anwendung:

  • Anfrage — du sprichst ein Prinzip an und lädst es ein.
  • Ausrichtung — du klärst deine innere Haltung.
  • Aktivierung — du lässt es wirken.

Mehr braucht es nicht, um zu beginnen. Alles Übrige wächst mit der Erfahrung.

Ansprechen

Du wendest dich an ein Prinzip. Beim Namen.

Ein Kosmisches Prinzip kann angesprochen, befragt und zur Unterstützung eingeladen werden. Wie du fragst, ist offen — es gibt so viele Anliegen wie Situationen:

„Molybdän, hilf mir, mich diesem Thema behutsam zu nähern."

„Scandium, was darf ich aus dieser Situation lernen?"

„Tellur, bitte hilf mir, meine Ganzheit wiederherzustellen."

„Krypton, bitte führe mich in Einsicht."

Jedes Prinzip trägt eine eigene Qualität, eine eigene Aufgabe, eine eigene innere Ordnung. Molybdän begleitet die behutsame Annäherung, Krypton führt in Einsicht — und so hat jedes seinen eigenen Ton.

Zeigt sich Resonanz, kann das Prinzip in seine Wirkung treten: ordnend, klärend, unterstützend. Zeigt sich nichts, dann zeigt sich nichts. Auch das ist eine Antwort.

Ich habe das KP eingeladen — „… kannst du mir helfen". Ich bin etwas fühlig, und es hat mit leichten Schauern gearbeitet, und mein Feld hat sich verändert.Edda

Die Haltung

Wie du hinschaust, entscheidet mit.

Eine klare innere Haltung ist wesentlich. Vier Qualitäten öffnen den Zugang:

  • Achtung — du begegnest dem Prinzip als einem Gegenüber.
  • Offenheit — du erwartest nichts Bestimmtes.
  • Demut — du weißt, dass du nicht alles verstehst.
  • Neutralität — du drängst nichts und hältst nichts fest.

Je offener du einem Prinzip begegnest, desto freier kann sich seine Wirkung entfalten. Das ist keine Regel, die man befolgt — es ist dieselbe Erfahrung wie bei Menschen.

Umgekehrt zeigt sich auch das Verschlossene im Feld: Wo einem Element mit Ablehnung, Angst oder Ambivalenz begegnet wird, wird die Zusammenarbeit schwer. Eine bewusste Öffnung gegenüber den Elementen führt zurück zu ihren ordnenden, klärenden, hilfreichen Qualitäten.

Befragen — welche, und wie viele?

Wenn ein Prozess ins Stocken gerät.

Manchmal ist nicht klar, welches Prinzip gebraucht wird. Dann kannst du es herausfinden, indem du testest — zum Beispiel über einen kinesiologischen Muskeltest, ein Pendel oder inneres Wahrnehmen. Du stellst eine Frage und achtest auf die Antwort, die dein Körper oder dein Gespür dir gibt.

Mögliche Fragen sind zum Beispiel:

„Wie viele Prinzipien brauche ich in dieser Situation?"

„Welches Prinzip gibt mir Auskunft über das Problem?"

„Welches Prinzip offenbart mir die Lösung?"

„Bin ich diesem Prinzip gegenüber geöffnet — und zu wie vielen Teilen?"

„Welches Prinzip brauche ich zusätzlich?"

Du kannst so lange weiterfragen, bis kein weiteres Prinzip mehr testet.

Christina Baumann Christina Über sie →
Es ist meist ein Ergebnis durch ein Testwerkzeug. Wenn man aber damit gewohnt ist, mit ihnen zu arbeiten, dann tritt es auch als Impuls auf.

Anfangs führt dich das Werkzeug. Mit der Zeit wird daraus ein Gespür.

Ich frage immer mal: Welche helfen mir denn? Ich frage gar nicht, welche das sind. Ich bitte einfach darum, dass sie für mich arbeiten.Dorit

Aktivieren

Bestätigt sich die Anfrage, lässt du das Prinzip wirken.

Das kann so schlicht sein wie:

„… , kannst du helfen?"

„… , ANWENDEN."

Manche verbinden das Aktivieren mit einer klaren Absicht — sie sagen sich, während sie es anwenden, wohin die Bewegung gehen soll. Und dann lassen sie los. Du musst die Wirkung nicht steuern.

Ich sage mir: ich bin souverän, ich bin Schöpfer — während ich es anwende. Und spüre sofortige Wirkung, als würde mir mein Rücken gestärkt.Tanja

Wenn sich nichts zeigt

Zeigt sich auf eine Anfrage keine Resonanz, lohnt es sich, noch einmal bei der Haltung anzufangen. Achtsamkeit, Absichtslosigkeit und eine klare innere Ausrichtung tragen die Anwendung.

Die Kosmischen Prinzipien wirken im Einklang mit Ordnung, Bewusstheit und einer stimmigen Haltung. Ein Ausbleiben ist selten ein Nein — öfter ein Hinweis, zurückzukehren und ruhiger zu fragen.

Mit der Zeit

Was über Anfrage beginnt, wird zu einem Zugang.

Mit der Zeit vertieft sich das Verständnis für die Eigenart der einzelnen Prinzipien. Was anfangs über Anfrage und Wahrnehmung geschieht, wird klarer, feiner, selbstverständlicher. So entsteht Schritt für Schritt ein bewusster Zugang zu einem Feld, das Orientierung, Unterstützung und vertiefte Einsicht schenken kann.

Und wenn mehrere Prinzipien zusammenkommen, beginnt etwas Neues: Sie sprechen als eine gemeinsame Bewegung. Das ist eine eigene Kunst — die des Lesens.